USA erlauben erste Gentherapie gegen Krebs

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In den USA ist erstmals eine Gentherapie gegen Krebs zugelassen worden. Das sei ein "historischer Schritt", teilte die US-Arzneimittelbehörde FDA mit. Mit der Kymriah genannten Therapie des schweizerischen Pharmakonzerns Novartis wird eine Form der sogenannten Akuten Lymphatischen Leukämie (ALL) bei jungen Menschen bis 25 Jahre behandelt.

"Wir stoßen damit zu einer neuen Grenze bei den medizinischen Innovationen vor, indem es möglich wird, patienteneigene Zellen so zu programmieren, dass sie die tödlichen Krebszellen attackieren", äußerte der FDA-Komissar Dr. Scott Gottlieb in einer Mitteilung der FDA. Durch Genmanipulation bilden bei diesem Verfahren T-Zellen an der Oberfläche einen krebszellspezifischen Antigenrezeptor, den CAR-Rezeptor (Chimeric Antigen Receptor). Werden diese T-Zellen fündig, greifen sie die Krebszellen an und vervielfältigen sich. So kann allein eine veränderte T-Zelle tausend Tumorzellen zerstören.

In Europa könnte es noch 2017 grünes Licht für eine solche Therapie geben. Der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) liegen mehrere Anträge vor.

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