HNA offenbar an Einstieg bei der Allianz interessiert

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Die Versicherungsgruppe Anbang und der Mischkonzern HNA aus China haben laut Medienberichten unabhängig voneinander den Erwerb eines Anteils an der Allianz ausgelotet. Der Konzern habe einem Insider zufolge vor Wochen direkt beim Management der Allianz vorgefühlt, ob ein Einstieg als Ankeraktionär, ja sogar als Mehrheitseigentümer denkbar sei, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwochausgabe) vorab unter Berufung auf Insider.

Der Zeitung zufolge lehnte das Management der Allianz das Ansinnen ab - nach Rücksprache mit dem chinesischen Staatsfonds CIC , der drei Prozent an der Allianz hält. Grund ist der Wachstumshunger des chinesischen Mischkonzerns und Deutsche-Bank-Aktionärs HNA. Auf die Frage, ob die Allianz systemrelevant sei und deshalb besonderen Schutz bedürfe, verwies sie an die Aufsichtsbehörde Bafin.

Wie die Zeitung weiter schreibt, war auch die Bundesregierung nicht angetan von der Idee, dass HNA nach der Deutschen Bank nun auch der grössten deutschen Versicherung greifen könnte. Erst Ende August hat der weltweite Konzern 98 Prozent des nigerianischen Versicherers Ensure Insurance Plc. übernommen und im vergangenen Frühjahr hatte CEO Oliver Bäte erklärt, dass man weiterhin am Zukauf eines großen Marktteilnehmers interessiert sei.

Gleich zwei chinesische Konzerne sollen einen Einstieg bei der Allianz geprüft haben. Bis 2025 will HNA zu den zehn größten Unternehmen der Welt gehören und geht daher global auf Einkaufstour. Demnach hat HNA aktuell mehr als 40 Milliarden Dollar im Ausland investiert.

Die Allianz wollte die Meldung auf procontra-Nachfrage nicht kommentieren.

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