Trient: Vierjährige stirbt an Malaria

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Am Montag sei das Mädchen ins Krankenhaus von Brescia gebracht worden, berichtet die italienische Nachritenagentur ANSA. Die Ermittlungen sollen klären, wie sich das Kind mit der Tropenkrankheit infiziert hat. Dort gibt es eine Abteilung, die auf Malaria spezialisiert ist.

Möglicherweise hat sich das Mädchen in einer Klinik in Trient infiziert, wo es wegen einer anderen Erkrankung gelegen hatte.

Das Mädchen sei noch nie in ein Land gereist, in dem die Infektionskrankheit auftritt, hieß es in einer Mitteilung.

"Das wäre ein sehr schwerer Vorfall", sagte Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin. In Italien gibt es Malaria wie auch in Deutschland mittlerweile nicht mehr, es werden aber immer wieder Infektionen eingeschleppt. Die Malariamücke überträgt die Krankheit durch einen Stich. Italien gilt seit 1962 als Malaria-frei. Eine andere Ursache für die Infektion der Vierjährigen könnte sein, dass sie von einer eingeschleppten Überträgermücke gestochen wurde.

Dem Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin zufolge sterben weltweit jährlich etwa 600 000 Menschen an Malaria, drei Viertel davon sind Kinder unter fünf Jahren.

Malaria kommt überwiegend in Ländern Asiens und Südamerikas vor, die meisten Opfer fordert die Krankheit aber in Afrika. Hierbei handelt es sich um eine seltene Sonderform der Infektion außerhalb eines Endemiegebietes, die Flughafen- oder Gepäck-Malaria genannt wird.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab es mindestens seit dem Jahr 2000 keine heimischen Malaria-Todesfälle mehr in Europa - also Fälle, bei denen sich die Betroffenen nicht im Ausland infiziert hatten.

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