US-Riese schnappt sich Münchner Biotechfirma

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Der US-Pharmakonzern Merck verstärkt sich im Bereich der Immunonkologie mit einem Zukauf in Deutschland. Das Münchener Unternehmen erhält eine Vorauszahlung in Höhe von 115 Millionen Euro in bar. Euro erhalten. Darauf folgen weitere Meilensteinzahlungen von insgesamt bis zu 349 Mio. Er übernimmt das Biotechnologieunternehmen Rigontec mit Sitz in München, wie beide Unternehmen mitteilten. Rigontec, das 2014 aus der Universität Bonn heraus gegründet wurde, sieht sich selbst als Pionier in Bezug auf den RIG-I-Rezeptor. Die Technologie der Münchner wird zudem noch in weiteren Indikationen in der präklinischen Forschung erprobt. Merck setzt stark auf Immunonkologie zur Behandlung von Krebs. Dieses Behandlungskonzept zielt darauf, die körpereigene Immunabwehr mit Hilfe von Medikamenten gegen Krebszellen so zu aktivieren, dass es Krebszellen erkennen und zerstören kann.

Rigontec hat bislang 30 Millionen Euro von Life-Science-Investoren eingesammelt, darunter auch der Wagniskapitalfonds von Boehringer Ingelheim und namhafte Geldgeber wie Forbion Capital Partners und Wellington Partners Life Sciences. Vor wenigen Tagen zahlte der US-Biotech-Konzern Gilead Sciences knapp zwölf Milliarden Dollar für die US-Firma Kite Pharma, die an einer Zelltherapie zur Aktivierung des Immunsystems gegen Krebs arbeitet. In der Pharmabranche ist ein regelrechtes Wettrennen um die Vorherrschaft in diesem Milliardenmarkt entbrannt.

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