Ausgegruschelt: StudiVZ-Betreiber Poolworks meldet Insolvenz an

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StudiVZ erklärte in einer Mail, dass der Betrieb trotz der Insolvenz von Poolworks weitergeführt werde. Trotzdem soll es weiter gehen.

Die Firma Poolworks, die hinter dem Netzwerk steht, meldete beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg Insolvenz an, wie aus einer öffentlichen Bekanntmachung hervorgeht.

Erinnern Sie sich noch an die Zeit zurück, in der Facebook gar nicht mal so in war und man sich stattdessen bei StudiVZ tummelte?

Das Unternehmen bestätigte die Insolvenz am Freitag und bezeichnete die Entwicklung als "sehr überraschend".

Die Seiten StudiVZ und meinVZ bleiben vorerst weiterhin aktiv.

Demnach ist das hinter StudiVZ stehende Unternehmen Poolworks Germany zahlungsunfähig. Das Finanzamt warte ebenfalls noch auf eine Summe, die der neue StudiVZ-Besitzer, die texanische Momentous Entertainment Group, bislang nicht zahlte.

MMEG hatte für Poolworks mit Optionen auf Vorzugsaktien bezahlt, die bei Fälligkeit einen Nennwert von 10 Millionen US-Dollar haben sollen.

Erst im August hatte Poolworks frischen Wind in die brach liegenden Netzwerken bringen und sie neu aufbauen wollen. Zudem solle die Entwicklung einer neuen Plattform abgeschlossen werden, mit der ein Neustart geplant sei. Als ich noch kein Student war, war es damals noch nicht so leicht bei StudiVZ reinzukommen, doch man musste dabei sein. Insolvenzverwalter Stark zeigte sich gegenüber Gründerszene "zuversichtlich, dass der Betrieb weitergehen kann".

Derzeit arbeiten nur noch sieben Mitarbeiter für die VZ-Netzwerke. Anfang 2007 wurde das StudiVZ von Holtzbrinck für 85 Millionen Euro gekauft, im Jahr 2012 aber für einen unbekannten Preis wieder an die Investmentgesellschaft Vert Capital veräußert. Das Unternehmen selbst erzielt aus dem laufenden Geschäftsbetrieb keine nennenswerten Einnahmen.

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