VCD-Umweltliste: Diese Autos empfiehlt der Öko-Verkehrsclub

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Von Dieselfahrzeugen sowie Benzinern mit Direkteinspritzung ohne Partikelfilter rät der ökologische Verkehrsclub VCD in seiner VCD Auto-Umweltliste 2017/2018 dringend ab. Eine gute Wahl sind zudem effiziente Benziner ohne Direkteinspritzung wie der Citroen C1 VTi 68 Stop&Start. "Dieselfahrzeuge kann der VCD nicht empfehlen", erklärte der Verkehrsclub weiter.

Die jüngste Ausgabe weist dabei einen gravierenden Unterschied zu ihren meisten Vorgängern auf: Wie schon 2016/17 nahm der VCD in diesem Jahr kein klares Ranking der besten zehn Modelle vor, sondern sprach nur allgemein eine Empfehlung für insgesamt 34 Autos aus. Die einzige Ausnahme, der Mercedes E 220d, sei nicht in die Umweltliste aufgenommen worden, "da er zu viel Sprit verbraucht und vor Fahrverboten nicht völlig sicher ist".

Denn auch die neuesten Modelle könnten in Zukunft von Fahrverboten betroffen sein.

"Es ist ein Skandal, dass heute immer noch Euro-6-Diesel zugelassen werden, die den Stickoxid-Grenzwert auf der Straße um ein Vielfaches übertreffen."
Auch direkteinspritzende Benziner seien nicht in der Liste enthalten, da sie noch keinen Partikelfilter hätten und deshalb eine hohe Zahl ultrafeiner und besonders gesundheitsschädlicher Partikel ausstießen. Doch sie spielt auf Zeit. Stattdessen sollten Autokäufer zu Benzin-Hybriden, Erdgasautos, kleinen Benzinern mit Partikelfiltern oder Elektroautos greifen. "Wenn die Hersteller jetzt noch filterlose Autos verkaufen, hintergehen sie wieder einmal ihre Kunden und vergiften bewusst die Menschen mit Schadstoffen".

Hier finden Sie die vollständige Umweltliste des Verkehrsclub Deutschland. Die Dieselaffäre müsse ein Weckruf für die Politik sein, "endlich die überfällige Verkehrswende einzuleiten", so von Rauch weiter. "Das trägt zu mehr Lebensqualität, zum Gesundheits- und Klimaschutz bei". Kritik äußerte der VCD an den Herstellern.

Bei seiner Auswahl legte der VCD nach eigenen Angaben besonderen Wert auf "realistische Verbrauchsdaten". Neben den offiziellen NEFZ-Angaben sollten die Hersteller auch Daten aus RDE-Messungen (Real Driving Emissions) liefern. Dennoch gaben viele Autokonzerne laut VCD an, die Daten aus den realistischen Messungen nicht liefern zu können. Keines emittiere mehr als 150 Gramm CO2/km. Sie mauern, wenn es darum geht, die Daten aus Straßenmessungen herauszugeben. Für uns heißt das: "Die Autohersteller verkennen die Zeichen der Zeit und verspielen weiter das Vertrauen der Verbraucher", sagt VCD-Verkehrsexperte Michael Müller-Görnert.

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