McLaren-Honda: Sainz bringt den Stein ins Rollen

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Nach drei Jahren, die zu den erfolglosesten in der Geschichte des Rennstalls zählen, wird McLaren am Saisonende die Notbremse ziehen und die als Traum-Ehe geplante Verbindung mit Motorenlieferant Honda lösen.

Laut Informationen von Motorsport-Total.com soll in Singapur der Wechsel von McLaren zu Renault als Motorenpartner bekannt gegeben werden. Der Doppel-Weltmeister bestand nämlich auf eine Trennung von Honda und wird nun vermutlich eine Saison dranhängen.

Dieser Fahrerwechsel könnte aber nur ein Teil eines wesentlich größeren Deals sein. Der Brite Jolyon Palmer stand aufgrund ausbleibender Ergebnisse schon länger vor dem Aus. Bei Toro Rosso wird wohl der amtierende GP2-Champion Pierre Gasly das Cockpit von Sainz übernehmen. Andererseits wollen die Japaner angeblich ihren Nachwuchspiloten Nobuharu Matsuhita bei Toro Rosso unterbringen. So kam es zum Tausch zwischen RBR und dem Traditionsteam aus Woking, das damit mitunter den Verbleib von Fernando Alonso sichert.

Red Bull hat es bei dem Deal vor allem auf die enorme Finanzspritze der Japaner abgesehen. McLaren kassierte eine dreistellige Millionensumme im Jahr für die Zusammenarbeit. Der französische Red-Bull-Junior, der dieses Jahr erfolgreich in der japanischen Super Formula fährt, muss sich ab Malaysia bewähren, damit er das Toro-Rosso-Cockpit auch für 2018 bekommt.

Insgesamt sieht es also nach einer Win-Win-Situation für alle am Deal beteiligten Parteien aus.

Hintergrund: Red Bull als auch McLaren sind unzufrieden.

Ziel ist es, das Jahr 2018 zu nutzen, um ein Getriebe und die Elektronik optimal an die Honda-Antriebseinheit anzupassen, und damit ab 2019 die Synergien zwischen den zwei Red-Bull-Teams zu nutzen. Am 17. September macht die Formel 1 in Singapur Halt.

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