Munich Re kann "Harvey"-Schäden noch nicht beziffern"

Einstellen Kommentar Drucken

Die versicherten Schäden durch den vorigen Hurrikan "Harvey" schätzt Jeworrek auf insgesamt 20 bis 30 Milliarden US-Dollar - etwa so viel wie bei Wirbelsturm "Sandy" im Jahr 2012. Doch sei bereits klar, dass hier eine "signifikante Lücke aus ökonomischen und versicherten Schäden" klaffe, wie die Gesellschaft am Sonntag mitteilte.

Der Großteil der Schäden entfalle mit 15 bis 50 Milliarden Dollar auf die Vereinigten Staaten. Die Prognosespanne ist groß, weil zum Zeitpunkt der Schätzung "Irma" noch auf dem Weg Richtung USA war. Auch der Kurs des Sturms änderte sich zuletzt noch etwas. Entsprechend hart dürfte deshalb aktuell in Monte Carlo über Preise und Konditionen fürs neue Jahr verhandelt werden.

Den Schätzungen zufolge träfe "Irma" die Versicherungsbranche viel heftiger als der vorherige Hurrikan "Harvey".

Eine solch schwere Naturkatastrophe könnte auch den anhaltenden Preiskampf zwischen den Rückversicherern und Erstversicherern wie Allianz und Axa verändern. Die Erneuerung zum 1. Januar gilt in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung als die wichtigste eines jeden Jahres. Die Nachfrage hält dabei schon lange nicht mehr mit. Dies habe man bereits nach den Erdbeben- und Tsunami-Katastrophen im Jahr 2011 beobachtet.

Comments