Profi-Boxer Marco Huck scheidet aus

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Bei der Premiere trifft der deutsche Marco Huck (links) auf den Ukrainer Aleksandr Usyk. "Verschwinde schnell, sonst gibt es noch was hinter die Löffel", pöbelte der ehemalige Box-Champ in Richtung seines Gegners.

Im Viertelfinale der Muhammad-Ali-Trophy am Samstagabend in der Max-Schmeling-Halle hatte Marco Huck keine Chance. "Durch die Aufregung und den Druck konnte ich nicht so gut nachsetzen", sagte Huck noch im Ring.

Weltmeister 2011, Olympiasieger 2012: Usyks Bilanz war bereits bei den Amateuren beeindruckend.

Für Hucks langjährigen Trainer Ulli Wegner kein Grund an den Stärken seines Schützlinges zu zweifeln: "Wenn Marco mit dem Rücken zur Wand war, hat er immer noch seine besten Leistungen gezeigt". Wer sagt, dass es dieses Mal anders sein soll? Doch damit das gelingt, muss schon einiges zusammenkommen. Die Kämpfe werden im K.o. Den WBO-Titel holte der 30-jährige Usyk im September des Vorjahres als er Titelverteidiger Krzysztof Glowacki klar bezwang - den Polen, der 2015 Huck den WM-Gürtel nach schwerem K.o. entrissen hatte. Der Berliner hatte zuvor am 1. April in Dortmund gegen den Letten Mairis Briedis im Kampf um den Titel des Verbandes WBC verloren. "Es fällt mir schon mal schwer, mich richtig zu motivieren", sagt Huck heute. Einen solchen Fauxpas darf und will sich der Lokalmatador gegen Usyk nicht leisten.

Für den hoffnungslos unterlegenen Huck war dies die fünfte Niederlage in seinem 41. Profi-Fight.

Champions League des Boxens, das größte Turnier aller Zeiten, Liga der Besten: Die Superlative für die Muhammad-Ali-Trophy im Profiboxen reißen nicht ab. Das Halbfinale folgt im Januar/Februar 2018. Leichter wird es für Ex-Weltmeister also nicht.

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