Ufo schließt Personal-Deal mit Eurowings

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Sie werden ihre Arbeitsplätze verlieren oder zu schlechteren Konditionen zur Konkurrenz der Pleite-Airline wechseln müssen. Die Lufthansa möchte zudem große Teile von Air Berlin und auch deren Tochter Niki übernehmen und in Eurowings eingliedern.

Die Lufhansa-Tochter Eurowings hat sich mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO über einen Tarifvertrag geeinigt. Er soll die Bedingungen für schnelle Neueinstellungen festlegen. Insbesondere gebe es eine faire Vergütung und die Berufserfahrung der Wechsler werde angemessen berücksichtigt, erklärten Fluggesellschaft und Gewerkschaft am Samstag. Parallel wird seit Wochen intensiv um neues Personal geworben. Erfahrene Air-Berlin-Flugbegleiter sind willkommen, sie gelten in der Branche als hochqualifiziert. Durch die gemeinsam mit UFO vereinbarte Anerkennung von Vorerfahrungen bei Flugbegleitern könne Eurowings allen externen Bewerbern "faire und wettbewerbsfähige Vergütungsbedingungen" anbieten.

"Das ist ein wegweisender Schritt vor dem Hintergrund, dass wir bereits mehrere hundert qualifizierte Bewerbungen erhalten haben", sagt Jörg Beißel, Geschäftsführer Personal und Finanzen bei Eurowings. Dies sei wegen der Kürze der Zeit aber nicht das wahrscheinlichste Szenario, konterte Ufo-Tarifvorstand Nicoley Baublies. Sie sollen von der Gewerkschaft noch in diesem Monat den eigenen Mitgliedern zur Urabstimmung vorgelegt werden. Ein von beiden Tarifpartnern unterzeichnetes Eckpunktepapier umfasst neben Vergütungserhöhungen für alle Flugbegleiter auch eine Gewinnbeteiligung sowie die Einführung einer arbeitgeberfinanzierten, betrieblichen Altersvorsorge. Mit der ebenfalls in den Betrieben vertretenen Verdi will Eurowings in der kommenden Woche verhandeln und einen möglichst inhaltsgleichen Tarifvertrag erreichen.

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