Josefstadt-Liebling Kurt Sobotka: 1930

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Uhr in ORF III steht Josefstadt-Ehrenmitglied Kurt Sobotka im Mittelpunkt der Reihe "Theater und Fernsehlegenden".

Knapp 70 Jahre auf der Bühne, 35 eigene Inszenierungen, rund 100 Rollen im Theater an der Josefstadt, 450 TV- und 2500 Radiosendungen - das Leben des Volksschauspielers und Publikumslieblings Kurt Sobotka ist allein in Zahlen beeindruckend.

Die letzte Premiere in der Josefstadt hatte Sobotka im Jahr 2013 gefeiert, als er in der Uraufführung von Peter Turrinis "Aus Liebe" den lieben Gott spielte - eine Entwicklung, die so noch nicht abzusehen war, als Sobotka am 9. März 1930 in Wien das Licht der Welt erblickte. Es folgten mehrere Jahre am Theater am Kärntnertor, Engagements am Wiener Volkstheater, am Hansa Theater Berlin, am Hamburger Thalia Theater und am Zürcher Schauspielhaus. Als Humorist prägte er dessen goldene Ära mit Größen wie Karl Farkas, Ernst Waldbrunn, Helmut Qualtinger und Gerhard Bronner.

Direktor Franz Stoß holte ihn als Ensemblemitglied zurück ans Theater in der Josefstadt.

Besonders trauert man ihm in der Josefstadt nach.

Sobotkas zahllosen Kabarett- und Boulevardauftritten geschuldet ist seine Charakterisierung als eher der leichten Muse dienender Unterhaltungskünstler. Wesentlich dazu beigetragen hat "Der Guglhupf", den Sobotka von 1978 bis 2009 nahezu allsonntäglich "brennheiß serviert" und 21 Jahre in Sobotkas hauseigenem Tonstudio zubereitet hat.

Aber auch nach dem Ende der Satiresendung bewies Sobotka seine Vielseitigkeit, war er doch schon abseits der Josefstadt immer wieder als Regisseur und Schauspieler tätig - blieb aber der Josefstadt immer verbunden.

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