Lewandowski kritisiert Transfer-Politik der Bayern

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Im Gespräch mit dem "Spiegel" bekrittelt Lewandowski die Transferpolitik seines aktuellen Arbeitgebers: "Bis heute hat Bayern München nie mehr als rund 40 Millionen an Ablösesummen für einen Spieler bezahlt".

Rummenigge droht Lewandowski in dem Interview: "Wer öffentlich den Trainer, den Verein oder die Mitspieler kritisiert, kriegt ab sofort Stress mit mir persönlich".

Verständnis für die klaren Worte des Toptorjägers hat Rummenigge nicht.

Gegenüber "Bild" sagt Rummenigge: "Offenbar hat sich Robert von den Paris-Transfers irritieren lassen. Im internationalen Fußball ist das schon längst eine Summe, die eher Durchschnitt als Spitzenwert ist", sagte Lewandowski, der Abstand zu teils irrwitzigen Transferausgaben wie bei Paris St. Germain mit Neymar und Kylian Mbappe sei "wirklich riesig". Er ist bei uns als Fußballer angestellt - und verdient dafür sein Geld. Der Pole habe zuletzt schon in der Rückrunde "unzutreffende Vorwürfe gegen die Mitspieler erhoben, dass er nicht genügend unterstützt worden wäre".

"Robert braucht sich keine Sorgen zu machen. Immerhin haben wir damit in den letzten 5 Jahren alle nationalen und internationalen Titel gewonnen". Dazu Rummenigge: "Das wäre sehr schade, wenn er das so sehen würde".

Angst vor einem vorzeitigen Abschied des 29-Jährigen habe er derweil nicht, betont Rummenigge: "Die Macht der Spieler sehe ich auch nicht so groß, wie Lewandowski mit einem Blick in seinen Vertrag auch feststellen kann".

Als Mitverantwortlichen für die Aussagen Lewandowskis hat Rummenigge dessen Berater Maik Barthel ausgemacht: "Leider ist sein Beratern oft der 'Spiritus Rector'". Das war auch hier wieder der Fall. "Ein Hammer", sagte t-online.de-Kolumnist Stefan Effenberg dazu und riet den Bayern zu einer drastischen Reaktion: Den Polen und weitere internationale Stars verkaufen und künftig voll auf deutsche Talente setzen. "Er schadet damit Robert". "Er hat bis 2021 ohne Ausstiegsklausel unterschrieben".

Lange Zeit rankten sich Gerüchte um einen Wechsel von Robert Lewandowski zu Real Madrid und anderen, europäischen Topklubs. Ob Lewandowski in Runde drei noch einmal nachlegt?

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