Finanzloch in Millionenhöhe bei der documenta

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Die documenta stand kurz vor der Pleite.

Die documenta hat ihren Gesamtetat von 37 Millionen Euro überzogen.

Geselle sagte, auf einer Sondersitzung des Aufsichtsrats habe die Geschäftsführung die finanzielle Lage dargestellt und einen "aktualisierten Liquiditätsplan" vorgelegt. Jeweils sieben Millionen Euro kamen von der Stadt Kassel und dem Land Hessen sowie viereinhalb Millionen Euro von der Kulturstiftung des Bundes. Der Betrieb der aktuell laufenden d14 ist bis zu ihrem planmäßigen Abschluss am 17. September 2017 in jedem Fall gewährleistet.

Kassel - Die Kunstausstellung documenta steckt nach Angaben der Stadt Kassel in finanziellen Schwierigkeiten.

Der HNA zufolge war documenta-Leiter Adam Szymczyk zur Sondersitzung des Aufsichtsrates im August nicht eingeladen worden.

Um die Zahlungsfähigkeit dauerhaft zu sichern, würden "Sicherheitszusagen der Gesellschafter vorbereitet", erklärte Geselle. Die documenta ist die weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst.

Kunstminister Boris Rhein (CDU) äußerte sich zurückhaltend. Darüber hinaus bestätigte er lediglich, dass die Aufsichtsratssitzung stattgefunden habe und man dort beschlossen habe, ein Gutachten bei einer externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Auftrag zu geben.

Kunstinteressierte sahen sich die Ausstellung im Friedricianum und den weiteren Ausstellungsorten bis zur Halbzeit Ende Juli an.

Zur Halbzeit der documenta hatten die Macher um Szymczyk noch eine positive Zwischenbilanz gezogen. Ebenso die Geschäftsführerin Annette Kulenkampf: "Sehr zufrieden können wir auf den bisherigen Verlauf der documenta 14 in Athen und Kassel zurückblicken", sagte sie. Vermutet wird, dass der zweite documenta-Standort in Athen wesentlich teurer war, als angenommen.

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