Heidel bedauert Höwedes-Wechsel: "Wir wollten nicht, dass er geht"

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Gerade der Abschied von Kapitän Benedikt Höwedes verärgerte die S04-Anhänger. In der Bild meldete sich der Sportdirektor nun mit etwas Abstand zu Wort: "Die Plakate tun mir natürlich weh!" Heidel erklärt: "Es tut mir auch leid, wenn bei einigen unserer Fans - gerade beim Wechsel von Benedikt - ein falscher Eindruck entstanden ist". Nun wolle Heidel auf Schalke jedoch "neue Identifikationsfiguren schaffen". "Vom Autohändler zum Identifikationsschänder", hieß es auf einem zweiteiligen Plakat mit Bezug zu Heidels früherer Tätigkeit bei einem Mainzer Autohaus.

Während der Partie gegen Stuttgart feierten die Fans Höwedes mit Sprechchören.

Fans hatten gegen Stuttgart in der Schalker Nordkurve drei Spruchbänder hochgehalten: "70 Millionen ausgegeben - dafür 70 Prozent der Identität verloren", "Identitätsverlust stoppen - Knappenschmiede stärken" und "Die Wurzeln achten und nicht vernichten". Auf einem weiteren wurde Heidel kritisiert: "Vom Autohändler zum Identitätsschänder" zu lesen war.

"Wer mich kennt, weiß, wie wichtig mir dieses Thema ist", sagte der 54 Jahre alte Heidel, der seit Mai 2016 im Amt ist: "Wie früher mit Mainz identifiziere ich mich jetzt zu 100 Prozent mit Schalke. Aber ich mache den Fans keinen Vorwurf", meinte er. Das müsse sich allerdings erst entwickeln: "Solche Figuren entstehen vor allem durch Erfolge - und davon gab es in der letzten Saison zu wenige". In der vergangenen Spielzeit waren die Schalker nur Zehnter geworden. Höwedes wechselte nach 16 Jahren auf Schalke zu Juventus Turin. Trainer Domenico Tedesco hatte dem Weltmeister die Kapitänsbinde entzogen.

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