Hertha erneut ohne Sieg gegen Werder: Nur 1:1

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"Das war lustig! Sie hat das gut gemacht, war gut drauf".

Steinhaus selbst war zufrieden mit ihrer Leistung.

Klare Kommunikation, lockeres Auftreten und dennoch ein strenges Regiment: hitzige Situationen löste sie souverän.

Dardai lobte vor allem Steinhaus' Entscheidung, vor dem 1:0 nach einem Foul von Veljkovic an Darida Vorteil laufenzulassen. "Ich freue mich, wenn ab morgen die Normalität wieder Einzug hält". Ansonsten erlebte die 38-Jährige den Alltag eines Bundesliga-Referees: Gemecker der Spieler und Unmutsbekundungen der Fans bei strittigen Situationen.

Nach all dem Wirbel der vergangenen Tage sehnt sie sich nun nach "Normalität". "Ich habe es wirklich genießen können mit meinem Team", sagte die Unparteiische.

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Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus sprüht eine Linie für eine Freistoss-Mauer

Auch die beiden Trainer waren mit der Leitung zufrieden.

Hertha-Stürmer Vedad Ibisevic (l.) verliert den Ball gegen Bremens Eggestein. "Solange wir punkten, ist alles okay", sagte Dardai im TV-Sender Sky und bemängelte lediglich, dass die Akteure nach der Länderspielpause "in den ersten 20 Minuten keinen schönen Fußball" gezeigt hätten. Der Bremer Florian Kainz musste sich nach einem Foul an Herthas Mathew Leckie ein paar ernste Worte von Bibiana Steinhaus anhören. Ihre Leistung nötigte auch Ibisevic "großen Respekt" ab: "Ich hätte nichts dagegen, wenn es in der Liga mehr Frauen als Schiedsrichter gäbe". "Egal, ob Mann oder Frau, wichtig ist, dass der Schiedsrichter eine starke Persönlichkeit ist".

Lob für ihr Bundesliga-Debüt erntete Steinhaus dabei nicht nur aus der heimischen Bundesliga. 500 "Bibiana-Steinhaus-Tickets" für Frauen mit einem Sondernachlass in Höhe von 50 Prozent waren im Vorfeld angeboten worden.

Berlin. Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus schreibt mit ihrem Debüt in der Bundesliga Geschichte. Knapp zwei Stunden vor dem Anpfiff im Berliner Olympiastadion nahm sie zum ersten Mal als Hauptverantwortliche den Bundesliga-Rasen in Augenschein, ehe sie 30 Minuten zum Warmmachen einlief - natürlich nicht, ohne mit Hertha-Maskottchen Herthinho abzuklatschen. Für DFB-Schiedsrichterchef Lutz Michael Fröhlich war es "einfach an der Zeit", dass die Polizeihauptkommissarin den Sprung in die Eliteklasse schafft.

Im Frauenfußball leitete sie unter anderem das Finale der WM 2011 sowie das Finale der Olympischen Spiele 2012.

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