Neue U-Bahnzüge für Wien: Siemens gewinnt gegen Bombardier

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Die Wiener Linien setzen in Zukunft auf vollautomatische Züge ohne Fahrer. 34 Züge sind fix bestellt, wobei es eine Option auf insgesamt 45 Garnituren gibt.

Wien (Reuters) - Siemens hat vom städtischen Verkehrsbetrieb der österreichischen Hauptstadt Wien einen millionenschweren Auftrag zur Lieferung von vollautomatischen Zügen erhalten. Im bestehenden Liniennetz sollen die Züge nach und nach die alten Silberpfeile ersetzen. Wie dessen Nachfolger, der sogenannte V-Wagen, werden auch die neuen Garnituren durchgängig begehbar, barrierefrei, klimatisiert und videoüberwacht sein. Das teilte ein Sprecher der Wiener Linien am Montag mit. Elterleinplatz. Die neuen U-Bahnzüge sollen vor allem auf der geplanten U5 zum Einsatz kommen. Eine Wiener Niederlassung war Voraussetzung bei der Ausschreibung der Wiener Linien.

Die vollautomatischen Zügen, die auch ohne Fahrer auskommen können, würden zwischen 2020 und 2030 ausgeliefert.

Die Wartung soll laut Wiener Linien weiterhin mit eigenem Personal durchgeführt werden, aber im Auftrag und auf Risiko von Siemens. Man habe das - inzwischen auch gesetzlich vorgeschriebene - Bestbieterprinzip angewendet, bei dem nicht nur der Preis, sondern auch diverse Qualitätskriterien betrachtet würden. Dieses sei den Bietern im Vorfeld bekannt gewesen. Zudem sei der gesamte Vergabeprozess von externen Vergabejuristen begleitet worden. Die Wiener Linien lobten das gute Preis-Leistungs-Verhältnis des Siemens-Offerts. Das gelingt auch - mit einer ganzen Reihe von Orders aus dem Ausland.

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