Booking.com reagiert auf Vorwürfe

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Am Dienstagmorgen wurde bekannt, dass der Preisüberwacher eine Klage gegen die Online-Buchungsplattform Booking.com eingereicht hat. Nun hat sich Booking.com zu den Vorwürfen geäussert.

Laut Gesetz ist der Preisüberwacher bei der Feststellung eines Preismissbrauches verpflichtet, mit dem betroffenen Unternehmen Gespräche zu führen. Die Hotelbuchungsplattform habe sich nicht mit ihm an den Verhandlungstisch setzen wollen. Die logische Folge davon ist das nun eröffnete Verfahren. Man überprüfe, ob es sich um ein "marktmächtiges" Unternehmen handle, wie viel ein Hotelier bezahle, damit er auf der Plattform aufgeschaltet sei, wo er aufgeführt werde und wie viel Kommission ihn das koste, hiess es damals. Die Rede ist dabei von Knebelverträgen und dass die Preishoheit eigentlich beim Hotel liegen müsse.

Booking.com hätte der Preisüberwachung umfassendes Beweismaterial zum Funktionieren des Wettbewerbs auf dem Markt für die Vermittlung von Buchungen durch Online-Buchungsplattformen (OTA Markt) in der Schweiz vorgelegt.

Im Treffen habe Booking.com aufgezeigt, dass die Höhe der Kommissionsraten angemessen sei im Vergleich zu den Kommissionsraten der Wettbewerber sowie verglichen mit den Kommissionraten in vergleichbaren Ländern. Ihnen ist es verboten, ihre Zimmer auf anderen Verkaufskanälen günstiger anzubieten. Die Hotels und ihr Verband sehen darin einen Eingriff in die Unternehmensfreiheit.

Das Geschäft würden die drei Plattformen Booking, Expedia und HRS beherrschen, die zusammen 93 Prozent der Direktbuchungen generierten.

Die Fachhochschule schätzt den Gesamtumsatz von Booking, Expedia und HRS auf mehr als 1 Milliarde Franken.

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