"Cassini" schickt letzten Gruß an Titan

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Bis zuletzt sollen mehrere wissenschaftliche Instrumente an Bord der Sonde arbeiten und Daten zur Erde senden. Die letzten Radiosignale werden gegen 13:54 MESZ erwartet.

Am Freitag soll "Cassini" rund 20 Jahre nach ihrem Start kontrolliert in den Saturn stürzen und verbrennen.

"Cassini" startete 1997 und kam 2004 in der Umlaufbahn des Saturn an.

Künstlerische Rekonstruktion des Landemanövers von Huygens. Diese Landung am Titan war einer der vielen Höhepunkte einer Weltraummission, die unser Wissen über das Saturnsystem revolutioniert hat. Wissenschaftler des Instituts für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) in Graz waren an Entwicklung bzw. Datenauswertung von drei Messgeräten beteiligt. So hat etwa ein am IWF gebautes Mikrofon die Windgeräusche während des Abstiegs aufgenommen. Zusammen mit Cassini hat Huygens gezeigt, dass es auf Titan erdähnliche Landschaften gibt. Allerdings herrschen dort Temperaturen von minus 180 Grad Celsius, und die Flüsse, Seen, Wolken und Regen bestehen aus Kohlenwasserstoffen, die Gebirge hingegen aus Wassereis. „Dieses Gerät hat auch Gewitterblitze in der Saturnatmosphäre gemessen“, erläutert IWF-Forscher Georg Fischer, der die Daten ausgewertet hat und nun das Finale am JPL in Kalifornien erleben wird. Diese Nähe zu Saturn ermöglichte die bisher präziseste Messung des Magnet- und Gravitationsfelds.

Dass sie am Montag auf Kollisionskurs mit dem Saturn gebracht wurde, liegt am mangelnden Treibstoff der Steuerdüsen.

Kurz vor ihrem kontrollierten Sturz in den Saturn am Freitag hat die Sonde „Cassini“ dessen Mond Titan noch einen „Abschiedskuss“ gegeben.

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