Nordkorea verurteilt neue UN-Sanktionen als "Provokation"

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Pjöngjang/Seoul - Die Regierung Nordkoreas hat die jüngsten UNO-Sanktionen im Konflikt um ihr umstrittenes Atomprogramm als "Provokation" bezeichnet.

Am Montag hatte der UN-Sicherheitsrat in New York einstimmig eine Resolution verabschiedet, die die Öllieferungen an Nordkorea deckelt sowie die Gas- und Textilexporte an das Land verbietet. Dies habe Nordkorea im Untersuchungszeitraum von Februar bis August des heurigen Jahres mindestens 270 Millionen Dollar (224 Millionen Euro) eingebracht. Das Land sei entschlossen, seinen bisherigen Weg "in einem rascheren Tempo" weiter zu verfolgen.

Mit den jüngsten Sanktionen bestrafte das höchste UN-Gremium das isolierte Land für seinen neuerlichen Atomtest am 3. September. Nordkorea will eine Wasserstoffbombe gezündet haben, mit der Interkontinentalraketen bestückt werden können. Pjöngjang umgehe weiterhin das Waffenembargo, die Finanzsanktionen sowie die strikten Strafmaßnahmen in weiteren Bereichen, heißt es in dem am Wochenende vorgelegten Bericht von Uno-Experten.

"Die neue Verschärfung der Sanktionen macht uns kein Vergnügen". Nordkoreas UN-Botschafter Han Tae Song drohte bei einer Konferenz in Genf, die USA würden einen "angemessenen Preis" dafür zahlen.

Derweil kritisiert der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter die Außenpolitik des amtierenden Präsidenten. Die USA funktionierten derzeit mehr wie eine Oligarchie als eine Demokratie, so Carter.

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