Splitter von 100-Meter-Meteorit entdeckt

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Vom Meteorkrater-Museum aus fand das abgebrochene Stück Kalkstein, samt dem metallischen Bruchstück, seinen Weg an das Naturkundemuseum Stuttgart. Es wurde ein etwa zwei Zentimeter langes Bruchstück des Meteoriten gefunden, der den Meteoritenkrater Steinheimer Becken bei Heidenheim vor knapp 15 Millionen Jahren schlug. Reste des Himmelskörpers gab es bisher nicht. Der Splitter stamme von dem großen Meteoriten, der vor etwa 15 Millionen Jahren rund 40 Kilometer nördlich vom heutigen Ulm einen Riesenkrater in die Erde schlug - das Steinheimer Becken bei Heidenheim.

Wissenschaftler haben an einem ungewöhnlichen Ort einen bislang unbekannten Meteoriten entdeckt - nämlich im Meteorkratermuseum in Steinheim am Albuch. Michael Rasser untersucht. Er informierte daraufhin einen weiteren Kollegen, den Meteoriten- und Impaktforscher Dr. Die Überraschung war groß: Sowohl auf dem entfernten Stück als auch auf dem verbliebenen Block wurde ein metallisch glänzendes Bruchstück sichtbar, was auf einen Meteoriten hindeutete.

Das metallisch glänzende Bruchstück sei vor einigen Monaten ausgerechnet im Meteorkrater-Museum in Steinheim am Albuch gefunden worden. Elmar Buchner, der den Stein an der Universität Stuttgart untersuchte. "Auch wenn es sich bei dem jetzigen Fund nur um ein wenige Zentimeter großes Metallfragment handelt, können wir sagen, dass es einer der seltensten Meteoritentypen überhaupt ist", freut sich Dr.

"Interessant in dem Zusammenhang ist vor allem, dass obwohl wir mit dem Steinheimer Becken den am besten erhaltenen Meteoritenkrater Deutschlands besitzen, Baden-Württemberg bislang das einzige Bundesland ohne einen erhaltenen Meteoriten war". "Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass es sich um zwei unabhängige Meteoriteneinschläge gehandelt haben muss", erklärt Dr. Buchner. Nun konnte festgestellt werden, dass der Nördlinger und der Steinheimer Meteorit wohl zwei verschiedene astronomische Objekte waren. Sogar Wissenschaftler vom renommierten Lunar and Planetary Science Institute aus Houston (Texas) wurden hinzugezogen. Während der Nördlinger Meteorit vermutlich ein so genannter Steinmeteorit war, handelte es sich bei dem Steinheimer Meteoriten um einen deutlich kleineren aber sehr schweren Eisenmeteoriten. Im Sonnensystem seien relativ kleine Asteoriden unterwegs, die einen oder mehrere noch kleinere Monde mit sich führen.

Fürs kleine Steinheim ist der Fund eine große Chance, noch mehr Besucher anzulocken. Der Gesteinsbrocken mit dem eingeschlossenen Meteoritenstück ist mittlerweile wieder zurück am Albuch.

Bis der Fund öffentlich zu sehen ist, wird noch einige Zeit vergehen: Erst aus Anlass des 40. Jubiläums des Meteorkrater-Museums im kommenden Jahr soll der Splitter ausgestellt werden.

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