Sqeezer-Sänger getötet: Mordeten die Täter aus Schwulenhass?

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Februar 2016 wurde Sänger Jim Reeves am Stuttgarter Platz in Berlin-Charlottenburg umgebracht. Die mutmaßlichen Täter sollen sich ein Sechs-Bett-Zimmer mit Jim Reeves geteilt und ihn anschließend getötet haben.

Der aus Köln stammende Reeves, der in den 90er Jahren mit seiner Eurodance-Band Sqeezer ("Blue Jeans", "Sweet Kisses") erfolgreich war, starb an seinen inneren Verletzungen. Der 30-Jährige wurde ein Jahr nach der Tat in Spanien festgenommen.

"Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ein homophobes Motiv gegeben ist". So massive Grausamkeit erlebe man selten, hieß es aus der Justiz zu dem Fall.

Die Männer behaupten, sie hätten sich durch eine angebliche Anmache des Musikers gestört gefühlt, hatte Gerichtssprecherin Lisa Jani vor Prozessbeginn gesagt.

Pawel A. (23) und Adam K. (30) müssen sich jetzt vor Gericht verantworten.

Rund zwei Wochen nach dem Verbrechen konnte eine Mordkommission der Berliner Kriminalpolizei einen ersten Erfolg verbuchen: Einer der beiden polnischen Verdächtigen - beide sollen zur Tatzeit als Bauarbeiter in Berlin auf der Durchreise gewesen sein - wurde in Polen gefasst. Bei seiner Festnahme leistete der Verdächtige nach Polizeiangaben starken Widerstand. Seine drei Geschwister saßen nun als Nebenkläger mit im Gerichtssaal.

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