Zwei Tote durch Hurrikan "Irma" in Georgia

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Hurrikan Irma forderte bisher sechs Menschenleben. Ein Transportflugzeug habe sich mit Hilfsgütern an Bord auf den Weg in die Krisenregion gemacht. Der Sturm riss in vielen Teilen Floridas Hausdächer herab und kappte Leitungen. Millionen Haushalte sind ohne Strom.

Gefahr durch Überschwemmungen bestand jedoch weiter. In der 880.000-Einwohner-Stadt war es aufgrund der geografischen Lage zu Sturzfluten gekommen. Die Pegelstände erreichten nach Angaben der Behörden Rekordhöhen. Ein Park in der Stadt glich einem See, wie auf Aufnahmen zu sehen war. Behörden versprachen das Katastrophengebiet sobald wie möglich wieder mit Wasser- und Energie zu versorgen. In manchen Gebieten könnte das aber noch Wochen dauern.

Floridas Gouverneur Rick Scott sagte: "Wir wollen allen helfen, so schnell wie möglich wieder zum normalen Leben zurückzukehren". Das Rote Kreuz warnte vor den Gefahren durch überflutete und unterspülte Straßen sowie abgerissene Stromkabel. Er war der stärkste jemals über dem Atlantik entstandene Hurrikan. Zudem habe kein Hurrikan seit Beginn der Aufzeichnungen über einen so langen Zeitraum Windgeschwindigkeiten von fast 300 Stundenkilometern erzeugt.

Irma traf zuerst die karibische Insel Barbuda. Besonders gravierend ist die Situation auf der Inselgruppe der Florida Keys. Die Inseln waren von der Außenwelt abgeschnitten, Telefon- und Internetverbindungen unterbrochen. Der Sturm, der am Sonntag über die Region gezogen war, löste dort einige der Häuser aus ihren Fundamenten. Boote wurden an Land gespült, Bäume waren eingeknickt.

Das Weiße Haus rechnete damit, dass geflohene Bewohner möglicherweise über Wochen nicht zurückkehren können. Die Schäden durch Sturm und Überschwemmungen schätzen Experten auf bis zu 60 Milliarden Dollar. Laut Heimatschutzbehörde könnten auch zahlreiche Zugbrücken vom Sturm verbogen sein.

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