Deutschland: Problematische Keime in Hühner- und Putenfleisch

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Bei Putenfleisch war dies den vorläufigen Daten zufolge bei 178 von 459 Proben der Fall.

Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer nannte die Zahl der Funde "erschreckend hoch". Um sie zu senken sei es entscheidend, deutlich weniger Antibiotika in der Tiermast einzusetzen - und die Hygiene in Schlachthöfen zu verbessern. Die Angaben stammen aus dem vergangenen Jahr; für 2017 stehen derzeit noch keine Zahlen zur Verfügung.

Eine zu starke Verwendung von Medikamenten in der Tierhaltung wird seit langem kritisiert. Bekommen Nutztiere Antibiotika, sterben zunächst viele potenziell krankheitserregenden Bakterien ab.

Geringe Preise für Fleisch sind kein gutes Indiz

Der BUND sieht die Gefahr, dass Reserveantibiotika über die Tiere in den menschlichen Körper gelangen und dieser resistente Keime dagegen bildet.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium betonte am Mittwoch, dass sich die Gesamtmenge der an Tierärzte abgegebenen Antibiotika zwischen 2011 und 2016 halbiert habe.

Rund 75 Prozent waren zudem dafür, dass der Einsatz von sogenannten Reserveantibiotika in der Nutztierhaltung verboten wird, teilte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Berlin mit.

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