Anti-Fett-Pflaster: Schlank ohne Sport und Diät

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Forscher der University of North Carolina und der Columbia University haben ein solches Anti-Fett-Pflaster entwickelt und bereits erfolgreich an Mäusen getestet.

Das Pflaster nutzt Nanotechnologie, um den Fettstoffwechsel anzukurbeln und energiespeicherndes weißes Fett in energieverbrennendes braunes Fett umzuwandeln, wie es in einer am Freitag in der Fachzeitschrift "ACS Nano" veröffentlichten Studie heißt.

Wenn mal wieder das eine Wundermittel versprochen wird, mit dem die Pfunde völlig ohne Diät und Sport purzeln sollen, sind die meisten eher skeptisch.

Kann das Aufkleben eines speziellen Pflasters auf die Haut wirklich bewirken, dass überschüssige Fettpolster zum Schmelzen gebracht werden? Die Testergebnisse der Mäuse zeigen, dass mit dem Pflaster behandelte Stellen deutlich höhere Anteile von braunem Fettgewebe aufwiesen.

Der Mensch und andere Säugetiere besitzen im Körper zwei Arten von Fettgewebe: weißes Fett, das Energie in Form von großen Triglycerid-Tropfen speichert, und braunes Fett, das sehr viele Mitochondrien enthält, mit denen es Fett verbrennt, wobei Wärme entsteht.

Die Wissenschaftler fanden bei ihrer Untersuchung heraus, dass die Pflaster bei Mäusen zu einen Rückgang des Körperfetts führten. Wenn Mäuse mit der Hilfe der Pflaster behandelt wurden, nahm das Körperfett an den mit dem Pflaster behandelten Körperstellen um zwanzig Prozent ab. Noch wichtiger sei jedoch, dass das Pflaster möglicherweise auch sicher und wirkungsvoll zur Behandlung von Fettleibigkeit und damit verbundenen Stoffwechselstörungen wie Diabetes eingesetzt werden könne.

Alle bisher zur "Bräunung" eingesetzten Medikamente hatten dabei den großen Nachteil, dass sie als Pillen oder Injektionen verabreicht worden. Diese Art der Behandlung führt zu allerlei unangenehmen Nebenwirkungen für den Patienten. Dies führte bei den Versuchen an den Mäusen dazu, dass die Tiere keinerlei unerwünschte Nebenwirkungen erlitten. Doch ein Anti-Fett-Pflaster, das uns eine Diät erspart, klingt fast schon zu gut, um wahr zu sein. Als Transportmittel dienen Nanopartikel, die das Medikament umhüllen, jeder rund 250 Nanometer im Durchmesser, also zu klein, um mit dem bloßen Auge wahrgenommen zu werden (zum Vergleich: ein menschliches Haar ist etwa 100.000 Nanometer breit). Über mikroskopisch kleine Nadeln wird das Medikament dann mit der Zeit nach und nach in die Haut der Patienten abgegeben.

Bei dem Versuch klebten die Wissenschaftler die Spezialpflaster auf den Bauchbereich der Tiere.

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