UN prangern Menschenrechtsverletzungen Russlands auf der Krim an

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Die UNO wirft Russland vor, auf der Krim schwere Menschenrechtsverletzungen zu begehen. Auch als Besatzungsmacht müsse Moskau seine Verpflichtungen erfüllen und zur Aufklärung der Verstöße und Verbrechen beitragen, heißt es in dem jetzt in Genf vorgelegten UN-Report.

Laut einem Bericht des Büros des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte wurden auf der Krim solche Verletzungen der Menschenrechte wie "willkürliche Festnahmen und Inhaftierungen, Verschwindenlassen, Misshandlungen und Folter" dokumentiert. An den Repressionen seien russische Sicherheitskräfte und die lokalen Selbstverteidigungseinheiten beteiligt. Mindestens drei Häftlinge seien nach unzureichender medizinischer Versorgung hinter Gittern gestorben. Die ukrainische Sprache sei aus dem Unterricht weitgehend verschwunden.

Die UN-Vollversammlung hatte den Bericht 2016 angefordert.

Russland spricht von einer durch den Volksentscheid gedeckten Sezession der mehrheitlich russischsprachigen Krim-Bevölkerung. Der Report basiert nun im Wesentlichen auf Interviews, die vom ukrainischen Festland aus geführt wurden.

Im Osten der Ukraine kämpfen seit April 2014 prorussische Rebellen gegen ukrainische Regierungssoldaten und mit ihnen verbündete Einheiten.

Besonders betroffen seien Gegner des Referendums im März 2014 und anderen Kritiker, wie Journalisten, Blogger, Anhänger des Medschlis des krimtatarischen Volkes. International wurde dieser Schritt jedoch nicht anerkannt. Viele westliche Staaten verhängten Sanktionen gegen Russland.

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