Rohingya-Konflikt: Massengrab in Myanmar entdeckt

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Dhaka/Yangon - Bangladesch hat am Samstag Soldaten in das Grenzgebiet zu Myanmar geschickt, die bei der Versorgung der aus dem Nachbarland geflohenen Rohingya helfen sollen.

Die deutsche Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warf den Streitkräften Myanmars am Samstag eine "Politik der verbrannten Erde" in den Siedlungsgebieten der Rohingya vor.

Ende August ist die Lage in Myanmar eskaliert und es kam zu Gewalt gegenüber den Rohingya. Die meisten von ihnen befinden sich im benachbarten Bangladesch.

In einer Erklärung des Ministeriums hieß es, dass türkische Bemühungen dazu beigetragen haben, einen internationalen Konsens für Maßnahmen zu erarbeiten, um den Konflikt zu beenden sowie die Bereitstellung von humanitärer Hilfe zu erleichtern und eine sichere Rückkehr der Rohingyas in ihre Heimat zu gewährleisten. Daraufhin begann das Militär mit "Säuberungsaktionen" gegen Muslime. Die Friedensnobelpreisträgerin versprach, sich für eine friedliche Lösung der Situation einzusetzen. Gegen alle, die gegen die Gesetze des Landes verstießen und Menschenrechte verletzten, werde vorgegangen, so Aung San Suu Kyi.

In der Region gibt es seit 2012 massive Spannungen zwischen den buddhistischen und muslimischen Volksgruppen.

Die Armee machte die muslimische Rebellengruppe ARSA (Arakan Rohingya Salvation Army) für die Tat verantwortlich. Neben Muslimen sind in Rakhine auch Buddhisten und Hindus auf der Flucht.

Nach Angaben der Armee wurden im Norden Rakhines in einem Massengrab 17 Leichen entdeckt. An dem Tag hatten Rohingya-Rebellen Militärposten überfallen und damit den Militäreinsatz ausgelöst. Insgesamt seien schon 45 Tote gefunden worden.

Am Donnerstag wird sich der Sicherheitsrat, das mächtigste UN-Gremium, mit dem Thema befassen. Eine unabhängige Überprüfung ist nicht möglich, weil Myanmar die Krisenregion abgeriegelt hat.

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