Ärzte entfernen Playmobil-Figur aus Lunge

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In Preston in Großbritannien wurde einem Mann ein Playmobil-Verkehrshütchen aus der Lunge operiert, das er vor 40 Jahren versehentlich inhaliert hatte. Das könnte daran liegen, dass er sehr jung war, als er das Plastikteil verschluckte, vermuten seine Ärzte.

Mediziner erleben in ihrem Alltag häufig auch kuriose Dinge. Bekannt wurde der Fall, weil im Fachblatt British Medical Journal (BMJ) darüber berichtet wurde. Zum anderen - und das dürfte schwerer wiegen: Die Ärzte hatten das kleine Spielzeug im Vorfeld für Lungenkrebs gehalten.

Der Patient litt zuvor etwa seit einem Jahr unter einem hartnäckigen Husten.

Nach Auskunft der BBC zeigten Untersuchungen einen Fleck auf der Lunge des Mannes, sodass die Ärzte einen Tumor vermuteten. Nachdem er ein Jahr lang über starken Husten klagte, sucht er einen Arzt auf und wurde an eine Lungenklinik verwiesen. Im Patientengespräch stellte sich heraus, dass der Mann sich tatsächlich noch daran erinnern konnte, den rot-orangen Absperrkegel zu seinem siebten Geburtstag bekommen zu haben. Offenbar ohne erkennbare Folgen, denn bis zu dem Auftreten des Hustens habe der Mann jahrzehntelang ohne Beschwerden gelebt. Zum einen natürlich, weil er den Fremdkörper in der Lunge los war.

Vier Monate nach dem Entfernen des Spielzeugs haben sich die Symptome des Briten deutlich gebessert und der andauernde Husten ist kaum noch vorhanden.

Experten warnen immer wieder davor, wie gefährlich es werden kann, wenn Kinder Kleinteile wie z.B. Münzen, Erdnüsse, Knöpfe oder Kunststoffteilchen verschlucken oder einatmen.

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