Grippe-Impfung: Wer sich schon jetzt vor Influenza schützen sollte

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Bei den Schwangeren ließen sich 11 Prozent impfen. Vor allem Menschen über 60 seien betroffen gewesen, heißt es im jetzt veröffentlichten Influenza-Saisonbericht des Instituts. "Leider sind gerade bei den Senioren die Impfquoten mit rund 35 Prozent besonders niedrig", sagt Professor Dr. Die Grippe wird aber dennoch stark unterschätzt- und eine Impfung oft abgelehnt. "Trotz der schwankenden Impfeffektivität ist die Impfung die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor einer Erkrankung". "Neben den Impfstoffen zur intramuskulären Injektion in den Oberarm gibt es in dieser Saison auch einen Impfstoff, der unter die Haut, also subkutan, injiziert werden kann".

Dieses Jahr gibt es ein breites Impfstoff-Angebot, berichtet PEI-Präsident Professor Klaus Cichutek in der Mitteilung. Die Impfquoten sind jedoch auch beim Medizinpersonal nach wie vor zu niedrig. Das RKI untersuchte die Durchimpfung an zwei Universitätskliniken und fand, dass nur 40 Prozent der Mitarbeiter sich gegen Influenza hatten impfen lassen.

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), betont: "Die wichtigsten Ansprechpersonen bei der Impfaufklärung sind nach unseren Studiendaten die behandelnden Ärztinnen und Ärzte sowie das medizinische Personal".

Auch bei der Impfwilligkeit bei Ärzten und der Pflege hat es wohl in der vergangenen Grippesaison gehapert. Allerdings lassen sich in Deutschland relativ wenige Menschen gegen Grippe impfen. Seit 2006 führen die BZgA und das RKI die gemeinsame Aufklärungskampagne "Wir kommen der Grippe zuvor" zur Information über die Influenza-Impfung durch. Das PEI hat nach eigenen Angaben bereits rund 17 Millionen Dosen freigegeben. "Dies braucht Menschen mit einer Hühnereiweißallergie jedoch nicht zu beunruhigen", erläutert Cichutek. Eine Untersuchung des PEI ergab, dass viele klinische Studienergebnisse inzwischen darauf hinweisen, dass auch bei einer solchen Allergie schwere allergische Reaktionen auf eine Influenzaimpfung nicht häufiger auftreten als bei Menschen ohne die Allergie. Bei bekannter Hühnereiweißallergie sollte jedoch in jedem Fall der impfende Arzt informiert werden.

Wann ist die Grippe-Zeit?

Als optimaler Impfzeitraum gelten die Monate Oktober und November. Influenza kann insbesondere für ältere und Menschen mit Vorerkrankungen tödlich enden. Bei 93 Prozent der Patienten wurde der Virenstamm A (H3N2) nachgewiesen. Unter den Krankenhaus-Patienten mit schwerer akuter respiratorischer Erkrankung war die Betroffenheit der Altersgruppe ab 60 Jahren in der Saison 2016/17 höher als in der schweren Grippewelle 2014/15 und deutlich höher als in der moderateren Saison 2015/16.

BERLIN. Rund sechs Millionen zusätzliche Arztbesuche, 3,4 Millionen Krankschreibungen und 30.000 Krankenhauseinweisungen gingen nach Schätzungen im vergangenen Winter auf das Konto von Influenza.

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