Myanmar verschiebt UN-Besuch in Unruheregion wegen schlechten Wetters

Einstellen Kommentar Drucken

Laut der Internationalen Organisation für Migration waren am Freitag 23 Tote bestätigt, 40 Menschen würden noch vermisst. Insgesamt hätten sich 50 Kinder auf dem Boot befunden. Den geflüchteten Rohingya müsse die sichere Rückkehr in ihre Heimat ermöglicht werden. Die US-Botschafterin Nikki Haley rief dazu auf, keine Waffen mehr an das Militär Myanmars zu verkaufen, solange die Gewalt in Rakhine noch andauere und die Sicherheitskräfte für ihr Vorgehen nicht zur Verantwortung gezogen worden seien.

Der Kardinal von Bangladesch wirbt für einen menschlichen Umgang mit den muslimischen Rohingya: Durch "Liebe und Mitgefühl" für die vielen aus Myanmar geflohenen Menschen würde Bangladesch seine wahre Größe zeigen, meint Kardinal Patrick D'Rozario. Myanmar stand jahrzehntelang unter einer Militärdiktatur. Während die USA die Regierung des Landes im Uno-Sicherheitsrat kritisiert haben, haben sich Russland und China hinter sie gestellt. Suu Kyi hatte am 19. September vor Diplomaten die internationale Gemeinschaft zur humanitären Hilfe in Rakhine "eingeladen".

Die Hilfsorganisationen appellierten an Myanmars Regierungschefin Aung San Suu Kyi, ihren Worten Taten folgen zu lassen.

Die Rohingya gehören zu den am stärksten verfolgten Minderheiten weltweit. Bislang seien nach Angaben aus Myanmar mindestens 176 der 471 muslimischen Dörfer im Norden der Rakhine-Provinz komplett verlassen worden. Die Vertreter der Regierung, die sich selbst für ein "offenes, demokratisches" Myanmar eingesetzt hätten, müssten sich "schämen".

Als offiziellen Grund nannten die Behörden Myanmars die schlechten Wetterbedingungen. Der Besuch sei nun auf den 2. Oktober verschoben, meldeten Staatsmedien.

Ein Mann wird auf einer behelfsmäßigen Trage transportiert. Zudem habe sie die Mitarbeiter, die vor einer drohenden "ethnischen Säuberung" gewarnt hätten, zum Schweigen gebracht.

Comments