"Alternative Mitte" der AfD lädt zur Deutschlandtagung nach Tettau

Einstellen Kommentar Drucken

Vor einer Zusammenkunft der AfD-Strömung "Alternative Mitte" im oberfränkischen Tettau haben am Tag der Deutschen Einheit Gegner der Partei demonstriert.

"Nur 20 Prozent der Parteimitglieder fühlen sich beim Höcke-Flügel", sagt Steffen Königer, "80 Prozent sind gemäßigt-bürgerlich, wie die Aufstellung der Bundestagsliste gezeigt hat". Als Redner ist auch der ehemalige AfD-Parteichef Konrad Adam vorgesehen.

Den Austritt von Ex-Bundeschefin Frauke Petry und ihres Ehemanns Marcus Pretzell sieht von Storch nicht als Gefahr für die Stärke der AfD. Abspaltungen seien in der Frühphase einer Partei nicht ungewöhnlich. Von Storch betonte weiter: "Rechtsextremismus und Antisemitismus haben in der AfD keinen Platz". Jetzt gebe es bei der AfD den Austritt eines Ehepaars: "Das war's". Königer sagte, es gehe darum, alle in der Partei mitzunehmen. "Es gibt nur diese eine AfD". Franz-Josef Strauß, sagte Beatrix von Storch, sei der AfD nicht beigetreten - er hätte sie gegründet. Man müsse für die bürgerliche Mitte dauerhaft anschlussfähig bleiben, dazu könne die Strömung "Alternative Mitte" einen großen Beitrag leisten. Vor der Halle protestieren während der Veranstaltung mehrere Dutzend Menschen von der "Aktionsgemeinschaft für ein buntes Leben" gegen die Veranstaltung. "Hass ist keine Alternative", war auf den Plakaten zu lesen. In einer E-Mail, die den mehr als 200 Teilnehmern des Treffens vorgelesen wurde, schrieb sie, die "Alternative Mitte" sei ein wichtiger Pol der Vernunft in der Partei.

In einer Presseerklärung zur Gründung der "Alternativen Mitte" im AfD-Landesverband Bayern im Juli heißt es, man wolle für eine rationale Politik eintreten und sich klar von Personen und Gedankengut aus der rechtsextremen Szene abgrenzen.

Comments