Literaturnobelpreis geht an Kazuo Ishiguro

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Das Nobelpreiskomitee gab am Donnerstag in der schwedischen Hauptstadt Stockholm bekannt, Ishiguro werde für "seine Romane von starker emotionaler Kraft" ausgezeichnet.

Der britische Erzähler Kazuo Ishiguro erhält den diesjährigen Literatur-Nobelpreis.

Zu den großen Favoriten zählten unter anderem der japanische Bestsellerautor Haruki Murakami ("Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki"), der Kenianer Ngũgĩ wa Thiong'o ("Herr der Krähen"), Margaret Atwood ( "Der Report der Magd"), der chinesische Schriftsteller Yan Lianke, der israelische Autor Amos Oz und der spanische Schriftsteller Javier Marias ("So fängt das Schlimme an"). "Was vom Tage übrig blieb" und "Alles, was wir geben mussten" gehören zu seinen bekanntesten Werken. "Gleichzeitig enthält seine neueste Prosa fantastische Elemente". Beide stehen seit mehreren Jahren weit oben auf der Liste der möglichen Kandidaten.

Die Entscheidung für Ishiguro kommt überrascht. Die Nobelurkunde holte er sich erst ab, als er während einer Tournee in Stockholm war. Literaturfreunden war klar: Eine Wiederholung des Dylan-Abenteuers konnte die angesehene Akademie nicht wollen. Vor drei Jahren hatte niemand mit dem Franzosen Patrick Modiano gerechnet.

Der Schriftsteller Kazuo Ishiguro bekommt den Literaturnobelpreis. Unter den seit 1901 verliehenen Literaturnobelpreisen war Alexijewitsch erst die 14. Frau, an die die höchste literarische Auszeichnung der Welt ging - und das bei insgesamt 113 Preisträgern. Übergeben wird der Preis alljährlich am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel.

Die Nobelpreise sind nach einer Aufstockung der Dotation heuer mit neun Millionen Schwedischen Kronen (rund 940.000 Euro) dotiert.

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