GOLD: Saarbrückerin Pauline Schäfer holt WM-Titel am Schwebebalken

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Die Chemnitzerin beeindruckt bei der WM in Kanada am Schwebebalken. Bronze ging an ihre Teamkameradin Tabea Alt.

Pauline Schäfer überrascht am Zittergerät in Montreal.

Chemnitz - Die Kunstturnerin Pauline Schäfer vom TuS Chemnitz-Altendorf hat bei den Weltmeisterschaften im kanadischen Montreal sensationell die Goldmedaille am Schwebebalken erturnt. Pauline Schäfer zeigte dabei vor 10.000 Zuschauern eine perfekte Übung und erreichte 13,533 Punkte, die keine Kontrahentin überbieten konnte. Den letzten Titel für die Deutschen hatte vor 30 Jahren die Berlinerin Dörte Thümmler am Stufenbarren geholt, damals noch für die DDR.

"Was soll ich sagen?" Gemeinsam mit ihrem Freund Andreas Bretschneider hatte sie auch in der Mixed-Zone noch weitere Tränen verdrückt.

Die nach Bestwerten im Vorkampf und im Mehrkampf-Finale favorisierte Tabea Alt aus Ludwigsburg leistete sich kleinere Wackler, freute sich am Ende aber riesig über WM-Bronze (13,300). "Und ich habe mein Ding gemacht", sagte der Team-Youngster.

Schäfer, die in Chemnitz/Sachsen wohnt und trainiert, musste als Erste ans Gerät und überzeugte mit Perfektion ihrer Übungen. Nachdem ihr in der Schwierigkeit ein Element anerkannt wurde, das die Kampfrichter in der Qualifikation noch negiert hatte, erreichte sie im Ausgangswert zwei Zehntel mehr und durfte sie sich über eine höhere Wertung als in der Qualifikation freuen. Sie hatte vor zwei Jahren in Glasgow WM-Bronze am einstigen Zittergerät der Deutschen gewonnen.

Auch Tabea Alt gewinnt Medaille " Endlich mal ein Erfolgserlebnis", hatte Schäfer schon beim Einzug in das Finale erzählt, einen Gedanken an Gold hatte sie da nicht verschwenden können.

Gegenüber den Leistungen der Damen verblasste der Auftritt von Marcel Nguyen, der als einziger der deutschen Männer das Finale erreicht hatte.

Es war die Krönung einer großartigen WM für die deutschen Turnerinnen. Am Barren kam der Olympia-Zweite auf Platz sieben (14,70 Punkte).

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