George Clooney kritisiert nun auch Harvey Weinstein

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Zu den bekanntesten Titeln zählen Klassiker wie "Pulp Fiction" (1994), "Der englische Patient" (1996), "Shakespeare in Love" (1998), "Gangs of New York" (2002) sowie jüngere Kassenschlager wie die "Herr der Ringe"-Trilogie, "Inglourious Basterds" (2009) und "Django Unchained" (2012)". Was mit den Anteilen geschieht, die Harvey Weinstein an seiner Firma hält, war zunächst unklar.

Die "New York Times" hatte in der vergangenen Woche einen Artikel veröffentlicht, in dem Schauspielerinnen und frühere Mitarbeiterinnen von Weinstein dem Produzenten sexuelle Belästigung vorwerfen.

Um den Ruf des Filmmoguls nicht zu schaden, gab es Schweigegeld - für acht Frauen, die Anzeige erstattet hatten. Bereits am Donnerstag hatte er sich entschuldigt und eine Auszeit angekündigt, um seine "Dämonen" in den Griff zu bekommen. Dass Frauen sich nun trauen, die Wahrheit zu sagen, sei "unglaublich mutig. Ich unterstütze sie bei einem so notwendigen Schritt gegen jemanden, der sich so verwerflich und grauenhaft verhalten hat".

Auch Oscar-Preisträgerin Meryl Streep (68) hat mit Entsetzen auf die "beschämenden Nachrichten" reagiert.

"Die furchtlosen Frauen, die ihre Stimmen erhoben haben, um diesen Missbrauch zu enthüllen, sind unsere Heldinnen", so die Schauspielerin. US-Schauspielerin Meryl Streep in einer Stellungnahme, in der sie auch betonte, dass sie von den Vorwürfen gegen Weinstein bis vor der Veröffentlichung der Berichte nichts wusste. Sie sei von Harvey Weinstein stets "respektvoll" behandelt worden.

Jessica Chastain - wo sind die Männer?

Unterdessen erklärten sich Feministinnen und Frauen mit Hollywood-Kenntnissen in den sozialen Medien erleichtert. Was ist mit den Männern? "Vielleicht haben viele Angst, sich ihr eigenes Verhalten anzusehen".

Weiters erklärte sie, dass sie von Beginn an vor Weinstein gewarnt wurde.

"Es ist unverzeihlich. Das ist das einzige Wort, mit dem man beginnen kann". Harvey hat es zugegeben und das ist unverzeihlich. "Ich kenne ihn seit 20 Jahren". Er habe viel Zeit mit Weinstein verbracht: "Wir hatten gemeinsame Abendessen, wir waren gemeinsam am Set, wir hatten Streitereien". Weinstein, der zu den Spendern für das Wiesenthal Center gehört, war vor zwei Jahren mit dem "Humanitarian Award "der Organisation ausgezeichnet worden".

Umso mehr bewundert Glenn Close den "monumentalen Mut" der Frauen, die sich jetzt öffentlich gegen Harvey aussprechen. Die britische Schauspielerin Judi Dench äußerte sich gestern in einem Statement, dass sie Betroffenen "Unterstützung von ganzem Herzen" entgegen bringe. Sie sei aber "komplett ahnungslos" gewesen, was die Vorwürfe angehe, die "natürlich fürchterlich" seien.

Mehr als 300 Oscar-Nominierungen haben die von Harvey Weinstein produzierten Filme eingefahren, mehr als 75 Mal räumte ein von ihm und seinem Bruder Bob (mit-) produziertes Werk die Statuette ab.

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