Chile: WM-Aus durch CAS-Entscheidung

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Da hat sich der Hund wohl selber in den Schwanz gebissen: Nicht nur das abschließende 0:3 in Brasilien, sondern auch ein Sieg vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) hat Südamerika-Meister Chile letztendlich die Teilnahme an der Endrunde der Fußball-WM 2018 gekostet.

Das irre daran: Chile hatte den Konkurrenten durch einen eigenen, erfolgreichen Protest gestärkt!

Chiles Verband ANFP hatte im vergangenen Jahr gegen das 0:0 gegen Bolivien beim Weltverband Fifa Einspruch eingelegt, weil Bolivien den gebürtigen Paraguayer Nelson Cabrera eingesetzt hatte. Der Abwehrspieler war nach seinem Nationenwechsel laut Fifa-Statuten noch nicht spielberechtigt. Stattdessen geht das punktgleiche Peru auf Grund des besseren Tor-Verhältnisses in die Ausscheidungsspiele. Der Fall landete letztlich vor dem Cas, der das Spiel dann auch 3:0 für Chile wertete und dem Team somit zwei Punkte mehr zusprach.

Dies führte jedoch dazu, dass auch Peru nachträglich drei Punkte gutgeschrieben bekam, denn fünf Tage zuvor hatte Cabrera bei Boliviens 2:0-Sieg gegen Peru ebenfalls mitgespielt. Was die Chilenen damals bei ihrem Jubel über den Punktegewinn am "grünen Tisch" nicht ahnen konnten, dass ihnen ausgerechnet dieser vermeintlich positive Entscheid die WM kosten wird.

Ohne das Cas-Urteil hätte Chile einen Zähler mehr als Peru und die Chance, sich noch über die Hintertür für die WM zu qualifizieren.

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