Die Lungenpest hat die Seychellen erreicht

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Alle Passagiere, die mit dem gleichen Flug am Freitag aus Madagaskar angekommen waren, und alle Personen, die mit dem Erkrankten in Kontakt waren, bekämen prophylaktisch Antibiotika, sagte er weiter. Knapp 250 000 weitere Dosen sollen in Kürze folgen.

Die Lungenpest hat die Seychellen erreicht: Ein Urlauber hat die gefährliche und leicht übertragbare Lungenpest aus Madagaskar in den bei Touristen beliebten Inselstaat eingeschleppt.

Die Zahl der Toten stieg dem Gesundheitsministerium Madagaskars zufolge inzwischen auf 42, dazu seien über 340 Menschen infiziert. Vergangene Woche hatten die Behörden noch von insgesamt gut 100 Erkrankten gesprochen. Unter den Opfern ist auch ein Basketballtrainer aus den Seychellen. Die Fluggesellschaft Air Seychelles stellte daraufhin ihre Flüge nach Antananarivo ein. Der Erreger wird oft durch Flöhe von Ratten übertragen. Bei früher Diagnose sind die Heilungschancen gut, unbehandelt endet die Pest hingegen meist tödlich. Die Lungenpest kann ähnlich wie eine Grippe durch Tröpfchenübertragung verbreitet werden. Seit 2010 zählte die WHO in Madagaskar mehr als 500 Pest-Tote.

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