Jahre Haft nach Totschlag an Flüchtlingshelferin

Einstellen Kommentar Drucken

Münster. Nach dem gewaltsamen Tod einer Flüchtlingshelferin aus Ahaus hat das Schwurgericht Münster einen Asylbewerber wegen Totschlags verurteilt. Das Landgericht Münster sah es als erwiesen an, dass der 28-Jährige im Februar in Ahaus auf offener Straße 21-mal auf eine Studentin eingestochen hatte. Mit dem Urteil blieb das Gericht unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die lebenslange Haft wegen Mordes beantragt hatte. Der Angeklagte und die Flüchtlingshelferin hatten eine kurze intime Beziehung geführt, die das Opfer aber nach wenigen Tagen schon wieder beendete. "Er spionierte ihr nach und tauchte an Orten auf, an denen auch sie war", sagte Richterin Gabriele Böhner. Sie habe sich massiv bedrängt gefühlt.

Erst als mehrere Anwohner aufgetaucht seien, habe er die Flucht ergriffen.

Zwei Tage nach der Tat wurde der Nigerianer in Basel in der Schweiz festgenommen.

Im Prozess hatte sich der Angeklagte nicht zu den Vorwürfen geäußert. An seiner Täterschaft gibt es laut Gericht allerdings keinen Zweifel.

Comments