Polizei-Großaufgebot bei BVB gegen Leipzig

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Die Dortmunder Polizei wollte sich am Mittwoch nicht zu genauen Zahlen für die kommende Partie äußern.

Damals waren Anhänger der Gästemannschaft unter anderem mit Steinen und Flaschen beworfen worden. Die Fan-Ausschreitungen beim letzten Spiel von RB Leipzig bei Borussia Dortmund hatten ebenso drastische wie einmalige Konsequenzen. Vor acht Monaten waren Leipziger Fans in Dortmund attackiert worden, auf der Südtribüne wurden verunglimpfende Plakate gezeigt.

Im letzten Jahr war es bei diesem Duell zu derartigen Eskalationen gekommen, dass der BVB eine noch nie dagewesene Strafe vom DFB erhielt und seine Südtribüne für ein Spiel komplett sperren musste. "Dietrich Mateschitz' Projekt ist heute genauso abzulehnen wie damals", schreibt die Gruppe auf ihrer Internetseite. "Wir dürfen es niemals hinnehmen, dass ein Konzern den Fußball als Werbeplattform für sein Produkt missbraucht, allen Hofierungen und Anbiederungsversuchen der Medien- und Sportlandschaft zum Trotz". "Zeigen wir, dass man Fanatismus, Treue und eine freie und mündige Fankultur mit keinem Geld der Welt kaufen kann!"

Um erneute Ausschreitungen zu verhindern, hat die Polizei ihr Aufgebot für Samstag im Vergleich zu der Begegnung im Februar verdoppelt.

Um die eigene Mannschaft zu schützen, engagierte RB eigens eine Sicherheitsfirma.

Im Februar, als noch 8.000 RB-Fans mitgereist waren, befanden sich laut Nordrhein-Westfalens Polizei-Inspekteur Bernd Heinen 237 Bereitschaftspolizisten im Einsatz.

Zudem wurden den Leipzig-Fans, von denen diesmal nur 3.500 anwesend sein werden, mittels Fanbriefen der Polizei deutliche Verhaltensregeln an die Hand gegeben. Eine neu eingerichtete Ermittlungskommission sichtete circa 170 Stunden Videorohmaterial und weitere Quellen. Die Bilanz: Von 214 Vorgängen mündeten 168 in Strafverfahren, in 66 Fällen gelang eine Personalisierung der Täter. Am häufigsten (109-mal) lag der Delikt der Körperverletzung oder gefährlichen Körperverletzung vor. Darüber hinaus wurden fünf Anklagen erhoben.

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