Rupprechter stimmte alleine gegen EU-Acrylamid-Verordnung

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Es sind nicht die einzigen Opfer des Fritten-Krieges. Österreichs Landwirtschaftsminister wollte das Vorhaben in letzter Minute stoppen. Pommes Frittes, die "zu knusprig" sind, sind in der Europäischen Union künftig verboten.

Acrylamid entsteht beim Grillen, Backen, Braten oder Frittieren vor allem bei besonders stärkehaltigen Lebensmitteln wie Kartoffeln und Mehl.

Alle waren sich einig, nur der österreichische ÖVP-Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter stimmte gegen den Beschluss - vergeblich. Schließlich hatte Österreich noch im Juli für die umstrittene Verordnung gestimmt. Rupprechter habe damit gegen die Meinung des zuständigen Ressorts gestimmt, hieß es darauf aus dem Gesundheitsministerium. Sie soll im Frühling 2018 in Kraft treten. Laut Rupprechter überlege Österreich, "ob es die Acrylamid-Verordnung nicht umsetze und es auf ein Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission ankommen lasse". Und bei den Wählern kommt es nur selten gut an, wenn Technokraten aus Brüssel den Bräunungsgrad von Pommes oder den Krümmungsgrad von Bananen diktieren. Es wirkt: In den Kommentaren bekommt er viel Beifall. "Bundesminister Rupprechter hat EU-Gremien für Wahlkampf missbraucht", so Liener weiter. Zudem sollen die Hitze beim Garen auf das Nötigste begrenzt und die Waren so wenig wie möglich gebräunt werden. Ob sie dann noch schmecken, ist eine andere Frage.

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