Studie registriert immer mehr fettleibige Kinder

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1975 waren demnach weniger als ein Prozent der Kinder und Jugendlichen fettleibig, heute sind es fast sechs Prozent der Mädchen und fast acht Prozent der Jungen.

Wie aus der Studie, an der auch Tiroler Forscher beteiligt waren, hervorgeht, gibt es in Österreich in Sachen Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen geringe Steigerungsraten. "Österreich liegt im weltweiten Vergleich des durchschnittlichen Body-Mass-Index (BMI) im mitteleuropäischen Trend, der in den vergangenen 40 Jahren eine stetige, aber mäßige Steigerung des Gewichts bei Kindern zwischen fünf und 19 ausweist", erklärte Hanno Ulmer, Biostatistiker an der Medizinischen Universität Innsbruck und Mitautor der Studie. "Eine erschütternde Veränderungsrate", sagte Fiona Bull von der WHO in Genf.

Wie ein Monitoring ergab, waren mit jedem sechsten vor allem weniger Kindergartenkinder zu schwer.

In Ländern mit hohen Einkommen verharren die Zahlen auf hohem Niveau. Wenn es so weitergeht, übertrifft der Anteil übergewichtiger bis 2022 den Anteil untergewichtiger Kinder. Alarmierend sei der Anstieg in ärmeren Ländern und in solchen mit mittleren Einkommen wie China oder Indien, so die WHO. Er forderte ein Werbeverbot für ungesunde Kinderprodukte.

Wer heute mit 60 fettleibig sei, habe meist im Alter von etwa 20 Jahren zugenommen, sagte Ezzati. Die Kosten für Interventionsprogramme seien deutlich niedriger als die der Behandlung von Problemen durch Übergewicht. Die WHO nutzt für die Einordnung als übergewichtig oder sogar fettleibig bestimmte Abweichungsstufen von einem je nach Land ermittelten Durchschnitt.

In der Gesamtbevölkerung hat sich die Verbreitung von Übergewicht und Fettleibigkeit nach früheren WHO-Studien zwischen 1980 und 2014 mehr als verdoppelt. 25 gilt als normal, 25 bis 30 als übergewichtig, 30 und mehr als fettleibig. Die Zahl gehe nur langsam zurück.

Vor 40 Jahren galt eines von 100 Kindern als fettleibig.

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