"SZ": Flüchtlingsexperte wird Merkels neuer außenpolitischer Berater

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Der Jurist Jan Hecker wird nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" neuer außenpolitischer Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Seine neue Aufgabe werde er an diesem Donnerstag übernehmen.

Die Stabsstelle war auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Oktober 2015 im Kanzleramt eingerichtet worden. Demmer sagte, Heckers Arbeit dort sei für die Bundesregierung von zentraler Bedeutung gewesen. Hecker hat in dieser Funktion maßgeblich die Migrationsabkommen mit afrikanischen Staaten vorangetrieben.

Der Leiter der außenpolitischen Abteilung gilt als einer der wichtigsten Berater der Kanzlerin.

Zwölf Jahre lang bestimmt Christoph Heusgen die Außenpolitik von Kanzlerin Merkel entscheidend mit. Die Süddeutschen Zeitung berichtet dazu, Hecker nehme den gesamten Bereich Flucht, Migration und Fluchtursachenbekämpfung mit in die außenpolitische Abteilung des Kanzleramtes. Jetzt wechselt er als Botschafter zu den Vereinten Nationen. Er sei der erste außenpolitische Berater eines deutschen Regierungschefs seit Horst Teltschik, der nicht die Diplomatenlaufbahn des Auswärtigen Amtes durchlaufen hat. Der 50-Jährige prägte in den vergangenen beiden Jahren die Verhandlungen mit Transit- und Herkunftsstaaten von Migranten und begleitete Merkel auf Reisen nach Mali, Niger und Äthiopien. Er studierte Jura und Politikwissenschaften in Deutschland, Frankreich und England, arbeitete zunächst als Rechtsanwalt und ging 1999 ins Bundesinnenministerium. 2011 wurde Hecker als Richter am Bundesverwaltungsgericht berufen, 2015 folgte dann der Wechsel ins Kanzleramt.

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