Unfall bei Sonntagsspaziergang ist Arbeitsunfall

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Das Düsseldorfer Sozialgericht hat einen Verkehrsunfall während eines Sonntagsspaziergangs als Arbeitsunfall anerkannt. Ein 60-jähriger Düsseldorfer hatte gegen seine Berufsgenossenschaft geklagt und einen Anspruch aus der gesetzlichen Unfallkasse geltend gemacht. Dort war ihm zwecks Gewichtsabnahme Bewegung empfohlen worden. Mit dem Spaziergang habe er seiner Verpflichtung zur aktiven Mitarbeit bei der Gewichtsreduzierung nachkommen wollen, argumentierte der Kläger. Dabei schadet es auch nicht, wenn der Unfall während eines Sonntagsspaziergangs geschieht. Auf dem Weg zum Kurplatz war er von einem Auto angefahren und verletzt worden.

Dies Genossenschaft lehnte die begehrte Zahlung aber ab und verwies darauf, dass es sich bei dem Spaziergang um eine rein private, auf eigene Gefahr betriebene Tätigkeit gehandelt habe.

Die Berufsgenossenschaft sah darin dagegen keinen Arbeitsunfall, weil der Spaziergang nicht ärztlich verordnet gewesen sei.

Zwar habe der Spaziergang an einem therapiefreien Tag stattgefunden, doch bestehe durchaus ein Zusammenhang mit der Rehabilitationsmaßnahme des Mannes.

Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig. Beides sei im vorliegenden Fall gegeben gewesen, so dass der Vorfall als Arbeitsunfall zu werten sei, so das Gericht. Die Richter stimmten dieser Auffassung zu.

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