WhatsApp lässt sich leicht zur Überwachung anderer User nutzen

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Der kalifornische Softwareentwickler Rob Heaton, der laut seinem Twitter-Profil bei dem Online-Bezahldienst Stripe arbeitet, hat in einem Blogeintrag dargelegt, wie leicht Whatsapp-Nutzer von Dritten überwacht werden können. Im Kern läuft es auf Folgendes hinaus: Der Entwickler hat eine eigene Chrome-Erweiterung geschrieben, mit der er gezielt Informationen vom Web Client für Whatsapp abfragt - in dem Fall also den Online-Status der Zielperson.

Der Online-Status bei WhatsApp birgt anscheinend eine Sicherheitslücke, die eine genaue Auswertung des Chatverhaltens eines Nutzers ermöglicht. Auch das Deaktivieren des "Zuletzt-Online"-Status bringt dem Nutzer in diesem Fall nichts". In regelmäßigen Abständen überprüft die Erweiterung, ob ein bestimmter Kontakt online ist. Das Ergebnis: Es lässt sich recht einfach herausfinden, wann ein Freund oder Bekannter aufsteht oder schlafen geht und zu welchen Uhrzeiten er WhatsApp benutzt. Zudem soll sich durch einen Abgleich von zwei Handynummern feststellen lassen, ob Kontakte regelmäßig miteinander chatten. Klingt vielleicht alles nicht sonderlich spektakulär, aber Heaton betont, dass sich - wenn die Überwachung im großen Maßstab aufgezogen würde - viele allgemein interessante Statistiken über Whatsapp-Nutzer und ihr Verhalten zusammenstellen ließen.

Ein Software-Entwickler hat eine Sicherheitslücke in WhatsApp entdeckt, die potenziell schlimme Folgen haben könnte.

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