Christian Constantin kassiert 14-monatige Sperre und 100'000 Franken Busse

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Die Swiss Football League (SFL) zieht Sions Präsidenten Christian Constantin für 14 Monate aus dem Verkehr.

Constantin hatte am 21. September nach dem Sion-Spiel in Lugano den als TV-Experten tätigen Fringer mit Tritten und Ohrfeigen attackiert. Kameras fingen die bizarren Szenen ein. Grund war offenbar die wiederholte Kritik des früheren Trainers des VfB Stuttgart (1995/96) an Constantins Mannschaft. Zudem zeigte er hernach keine Reue. "Aber ich kann nicht sagen, dass ich es bereue", erklärte der Walliser selbst am Tag danach. Umgekehrt kündigte der Ex-Coach eine Zivilklage gegen Constantin an.

Der prügelnde Schweizer Klubpräsident Christian Constantin ist von der Disziplinarkommission der Schweizer Fußball-Liga SFL doppelt bestraft worden. Hinzu kommt die genannte Geldstrafe.

Constantin habe klar und schwerwiegend gegen die Verhaltensregeln des Schweizerischen Fussballverbandes verstossen und damit die Werte des Fussballs diskreditiert. In der Urteilsbegründung hebt die DK hervor, dass ein Klub-Präsident in erhöhtem Masse verpflichtet sei, sich vorbildlich für Fairplay und Respekt einzusetzen.

Constantin hatte sogar gegen Fringer eine Klage wegen Verleumdung und Verunglimpfung eingereicht. Ins hohe Strafmaß mit ein floss auch die Tatsache, dass "CC" in disziplinarischer Sicht kein unbeschriebenes Blatt ist und vor neun Jahren schon einmal für vier Monate gesperrt worden war.

Constantin ist für die Dauer seiner Sperre der Zutritt zu allen Stadien, zum Spielfeld, aber auch zur Mannschaftskabine und zur sogenannten Mixed Zone verwehrt.

Die Sperre gilt für alle Schweizer Profi-Spiele.

Rolf Fringer meint zum Vorfall: "Ich habe gedacht, das könne gar nicht wahr sein".

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