Pille: Jede zehnte Frau bekommt Depressionen

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Die Pille gilt mit einem Pearl-Index von 0,1 bis 0,9 als sicheres Verhütungsmittel. Und laut schwedischen Wissenschaftlern beeinträchtigt die Einnahme solcher Arzneien das Wohlbefinden bei Frauen.

Führt die hormonelle Verhütung zu Depressionen?

Der Großteil der befragten Frauen - 43 Prozent, gab an, schon einmal ein orales Kontrazeptivum verwendet zu haben, nun aber anderweitig zu verhüten. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage der Siemens-Betriebskrankenkasse SBK hervor. Bei den 45- bis 54-Jährigen sind es nur noch neun Prozent. Auf die Hormonspirale, bei der Depressionen ebenfalls zu den Nebenwirkungen gehören, verlassen sich lediglich drei Prozent der von der SBK befragten Frauen. Doch neben der Sicherheit hat die Verwendung hormoneller Kontrazeptiva auch eine Schattenseite, die sich in den Risiken zeigt. Dennoch alarmieren die neuesten Zahlen: Jede zehnte Frau gibt an, in Folge der Einnahme unter Depressionen zu leiden oder gelitten zu haben. Fast jede Zweite klagt dabei aber über erhebliche Nebenwirkungen. Alexander Klostermann, Gynäkologe beim SBK Gesundheitstelefon.

"Stellt eine Depression doch eine ernste psychische Krankheit dar, die die Betroffenen schwer belastet und behandelt werden sollte". Insgesamt bemerkte diese Alterklasse häufiger Nebenwirkungen, nämlich 65 Prozent.

Weitere Nebenwirkungen sind Gewichtszunahme (28 Prozent), Kopfschmerzen (17 Prozent) und sexuelle Unlust (neun Prozent). Viele Frauen verzichten auf Antibabypille und Co. oder sind aufgeschlossen gegenüber Alternativen. Bei den 18- bis 24-Jährigen gaben 30 Prozent der Befragten an, dass sie diese Nebenwirkung bei sich festgestellt hätten. 15 Prozent der befragten Frauen gaben an, dass sie die Pille nicht in Betracht zögen und auch noch nie eingenommen hätten.

Für Frauen zwischen 18 und 34 Jahren würden jedoch auch andere hormonelle Verhütungsmethoden, wie beispielsweise eine Pille mit anderer Zusammensetzung trotz Nebenwirkungen in Frage kommen (41 Prozent).

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