Sonderermittler macht der Polizei im Fall Amri schwere Vorwürfe

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Amri war als sogenannter islamistischer Gefährder bekannt.

Jost kritisierte am Donnerstag bei der Vorstellung seines Abschlussberichts zu den Ermittlungen besonders die Berliner Kriminalpolizei, aber auch die Polizei in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Er hätte wegen seines Drogenhandels und gefälschter Ausweise höchstwahrscheinlich verhaftet und in Untersuchungshaft gesperrt werden können, sagte Jost, der vom Senat beauftragt worden war.

Ein Sprecher des Innenministeriums in Stuttgart sagte dazu, die ausländerrechtliche Zuständigkeit habe bei Nordrhein-Westfalen gelegen. Er stellt jedoch klar, dass Amri im Herbst 2016 mit "hoher Wahrscheinlichkeit" hätte in Haft genommen werden können. Da er zur Abschiebung anstand, wurde er in die JVA Ravensburg gebracht. So observierte das LKA Amri nur wenige Wochen lang und sporadisch - lediglich von Montag bis Freitag und auch nicht an Feiertagen.

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