Trudeau nennt Nafta-Verhandlungen mit USA "schwierig"

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US-Präsident Donald Trump empfängt am Mittwoch Kanadas Regierungschef Justin Trudeau in Washington. Dennoch bleibe er "optimistisch", "denn wir wissen, dass die Nutzen (des Handelsabkommens) die Bürger beider Länder spüren".

Die Handelsbeziehungen zwischen Kanada und den USA befinden sich auf einem Tiefstand. Nach seinem Besuch bei Trump will Trudeau nach Mexiko weiterreisen. "Ich denke, es ist klar, dass die Umstände oft herausfordernd sind und das wir für alles bereit sein müssen", sagte Trudeau. Im Anschluss an das Treffen reist Trudeau weiter nach Mexiko, dem dritten Nafta-Partner. Auch in dieser Woche waren die Gespräche in Washington wackelig gestartet. - Trump hatte damit gedroht aus dem Abkommen auszusteigen, sollten sich die Bedingungen für die USA nicht verbessern. "Es ist möglich, dass wir kein Abkommen abschließen können und es ist möglich, dass wir eines abschließen können". "Wir müssen unsere Arbeiter beschützen und mit aller Fairness, der Premierminister möchte auch Kanada und sein Volk beschützen", sagte Trump. Trudeau forderte die US-Regierung auf, die Strafzölle auf Flugzeuge des kanadischen Unternehmens Bombardier aufzuheben. Anderenfalls werde seine Regierung darauf verzichten, wie geplant 18 Kampfjets vom Typ Super Hornet vom US-Flugzeugbauer Boeing zu kaufen.

Boeing wirft dem kanadischen Konkurrenten Bombardier vor, er werde von der kanadischen Regierung subventioniert und exportiere seine Maschinen zu einem Preis unter Wert. Die US-Seite hatte der kanadischen Holzwirtschaft und dem Luftfahrtunternehmen Bombardier zuletzt Dumping-Methoden vorgeworfen. Die Neuverhandlung von Nafta hatte Mitte August begonnen.

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