Versöhnung von Hamas und Fatah in Sicht

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Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hat einen Durchbruch in den Versöhnungsverhandlungen mit der rivalisierenden Fatah-Bewegung verkündet. Das teilte Hamas-Chef Ismail Hanija am frühen Donnerstag mit. Von Fatah-Seite hieß es, zum Stand der Verhandlungen werde es am Mittag eine Pressekonferenz am Tagungsort in Kairo geben.

Die beiden Palästinenserorganisationen stehen sich seit Jahren feindlich gegenüber. Die vom Westen unterstützte Fatah hat 2007 im Gaza-Streifen die Kontrolle an die islamistische Hamas verloren, die im Westen und in Israel als Terrororganisation angesehen wird. Die Gruppe setzte sich in bewaffneten Auseinandersetzungen nach einem Streit über die Parlamentswahl von 2006 gegen die gemäßigte Fatah von dem palästinensischen Präsidenten Mahmoud Abbas durch. Die Fatah regiert im Westjordanland. Ziel der Gespräche war außerdem die Abhaltung Neuwahlen. Hamas und Fatah haben seit Dienstag in Ägypten über ein Ende ihrer Feindschaft verhandelt. Sie wird von den USA und der Europäischen Union als Terrorgruppe eingestuft.

Ein besonders kontroverses Thema war dabei die Zukunft des bewaffneten Arms der Hamas. Die Abbas-Regierung ist international anerkannt. In dem Küstenstreifen leben rund zwei Millionen Menschen.

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