DLW Flooring: Vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung

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Die Kanzlei gilt bundesweit als Sanierungs- und Restrukturierungsspezialist und wird für DLW Flooring die Eigenverwaltung übernehmen. Man sei aber sanierungsfähig.

Der Bodenbelaghersteller DLW Flooring GmbH mit Werken in Bietigheim (Baden-Württemberg) und Delmenhorst hat beim Amtsgericht Heilbronn einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. "Ein kurzfristig aufgetretener Liquiditätsengpass konnte nicht ausgeglichen werden", heißt es dazu in einer von der Kanzlei Wellensiek herausgegebenen Pressemitteilung. Das operative Geschäft bleibt bei dem Verfahren in Händen der Unternehmensführung.

Die DLW Flooring-Vorgängergesellschaft Armstrong DLW hatte Mitte Dezember 2014 einen Insolvenzantrag gestellt, nachdem der übergeordnete Konzern Armstrong World Industries (AWI) sich für einen Rückzug aus den Bodenbelagsmärkten in Europa, Russland, dem Nahen Osten und in Afrika entschieden und in der Folge alle Zahlungen an die europäische Tochtergesellschaft eingestellt hatte. Neuer Eigentümer wurde die niederländische Fields Group. "Auch die Neuausrichtung des Vertriebs wurde eingeleitet", sagt Topp. Auch weil die Belegschaft sich bis auf Weiteres zu zusätzlichen Einbußen gegenüber dem Tarif bereit erklärt hatte.

Die wichtigste Botschaft nach außen lautet jetzt: "Der Geschäftsbetrieb läuft unverändert weiter".

DLW Flooring befindet sich seit über einem Jahr in einem umfangreichen Sanierungsprozess. Die Sanierungsmaßnahmen werden auch weiterhin von dem zum 1. März eingesetzten CEO Hans-Norbert Topp koordiniert. Wir sind effizienter geworden und haben Produkte und Kollektionen optimiert.

Erste potenzielle Investoren, die Interesse an einer Übernahme des Bodenbelagherstellers signalisiert haben, hätten sich bereits gemeldet.

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