Elektroauto-Quote ab 2030 — EU

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Hatte die etwas weniger drastisch als befürchtet ausgefallene Elektroauto-Quote in China die deutschen Autobauer vor kurzem noch aufatmen lassen, dürften jetzt die Sorgenfalten wieder tiefer werden. Ein Sprecher der Brüsseler Behörde dementierte am Donnerstag einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", wonach sie eine Quote von mindestens 15 Prozent aller Neuwagen für 2030 verhängen will, die mit Elektromotoren oder anderen emissionsfreien Antrieben fahren sollen.

Die Europäische Kommission wolle mit der Quote ein klares Signal an den Markt senden, hieß es in einer ersten Reaktion auf den Medienbericht. Neben den Autobauern will die EU auf diesem Weg auch die Zulieferer dazu animieren, die Entwicklung von Elektroauto-Technologien voranzutreiben. Sie soll nicht handelbar sein. Unabhängig davon sollten Hersteller verpflichtet werden, den CO2-Ausstoß ihrer Neuwagen zwischen 2021 und 2030 um ein Drittel zu verringern. Mit der Sicherheit einer geplanten Elektroauto-Quote im Rücken könnten Investitionen in diese Bereiche verstärkt werden.

Der FAZ wollte Kommissionsvizepräsident Maros Sefčovič das Vorhaben noch nicht bestätigen und verwies darauf, dass mehrere Optionen geprüft werden. Demnach soll eine Art europäische Batterie-Allianz geplant sein, die den aktuell dominierenden asiatischen Herstellern wie Panasonic, LG oder Samsung die Stirn bieten soll. Der bisherige Grenzwert entspreche einem Verbrauch von rund 4 Litern auf 100 Kilometern und stelle die Branche schon jetzt vor Schwierigkeiten, "nicht zuletzt weil im Zuge der Dieselaffäre der Verkauf von CO2-emssionsärmeren Dieselfahrzeugen zurückgegangen ist", so die "FAZ".

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