Johanniter-Krankenhaus Fall von Krätze in Bonner Klinik - Mitarbeiter angesteckt

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Meerane. Weder in Meerane noch im gesamten Landkreis Zwickau sind im Oktober neue Krätze-Fälle bekannt geworden. Die Schließung der Station 1A sei jedoch nur eine reine Vorsichtsmaßnahme, sagte der Krankenhausdirektor Marc Heiderhoff laut einer Mitteilung.

Dr. Heiderhoff betont, dass keine Gefahr für Patienten in anderen Abteilungen, Besucher oder Mitarbeiter besteht.

Die betroffene Station werde nun in einem mehrstufigen Verfahren gereinigt und desinfiziert. Patienten, die sich angesteckt haben, werden auf einer Isolierstation behandelt.

Auch in Köln wurden mehr Fälle von Krätze verzeichnet. Dem Gesundheitsamt sind in diesem Jahr bereits 128 Fälle gemeldet worden - ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren. Das Gesundheitsamt warnte jedoch davor, von einer Welle zu sprechen. Meldepflichtig seien nur Erkrankungen in Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen, Flüchtlings- oder Seniorenheimen. Nach einer ersten Überprüfung stellten die Ärzte fest, dass es sich dabei um die parasitäre Hautkrankheit Krätze handelte. Sie wird durch winzige Milben übertragen, die ihre Eier unter die Haut des Menschen legen. Anstecken kann man sich aber auch über Kleidung oder beispielsweise Polstermöbel. Die Hautkrankheit äußert sich durch extremes Jucken an Händen und Oberkörper, gilt aber als gut behandelbar.

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